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Mehr als 2.000 Menschen haben Anfang 2009 über diese Seite Email an Vattenfall und den schwedischen Staat als Eigentümer des Energiekonzerns geschrieben und gegen die Anzeigen gegen KlimaschützerInnen protestiert. Zudem kamen immer wieder UnterstützerInnen zu den Prozessen am Amtsgericht Hamburg-Harburg, wo über die Klagen von Vattenfall verhandelt wurde - und die Geldstrafen in der Regel reduziert wurden.
Zu dieser Zeit kam viel Kritik von der schwedischen Regierung an Vattenfall - und der Konzern sollte seine Unternehmenspolitik ändern. Bisher ist nicht viel davon umgesetzt, aber immerhin die Klagen gegen KlimaschützerInnen sind alle abgehandelt. Im Juli 2009 wurde die Aktion beendet.
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Die Email-Aktion richtete sich an:
- Lars Göran Josefsson (Vorstandsvorsitzender Vattenfall AB)
- Tuomo Hatakka (Vorstandsvorsitzender Vattenfall Europe AG)
- Reinhardt Hassa (Vorstandssprecher der Vattenfall Europe Generation AG)
- Carl XIV. Gustav (König von Schweden als Eigner von Vattenfall)
- Maud Olofsson (Schwedische Wirtschaftsministerin als Eigner von Vattenfall)
- Andreas Carlgren (Schwedischer Umweltminister als Eigner von Vattenfall)
- Vattenfall Kundendienst Berlin
- Vattenfall Kundendienst Hamburg
- Vattenfall Pressestelle
Der Standard-Text der Email lautete:
„Ich kann nicht verstehen, warum junge Leute nicht massenhaft Bagger blockieren und sie davon abhalten, Kohlekraftwerke zu bauen.“ (Al Gore, Träger des Friedensnobelpreises)
Sehr geehrte Damen und Herren,
am 20. August setzten sich in Hamburg-Moorburg Menschen entschlossen für den Schutz des Klimas ein: Sie besetzten die Baustelle des von Ihrem Unternehmen geplanten Kohlekraftwerks und versuchten mit zivilem Ungehorsam, den Weiterbau des Klima-Killers zu stoppen. Mit diesem Schreiben möchte ich meine Sympathie und volle Unterstützung für die Aktivist/innen ausdrücken.
Der Klimawandel zieht schon jetzt dramatische Folgen nach sich und lässt deswegen kein Zögern mehr zu: Da in Hamburg weder Appelle und Demonstrationen noch ein Politikwechsel dazu führen, dass Ihr Unternehmen seine empörenden Investitionspläne fallen lässt, ist das Mittel des zivilen Ungehorsams angebracht und legitim. Es ist ein Skandal, dass ausgerechnet Vattenfall, einer der größten Emittenten von Kohlendioxid in Europa, nun Klimaschützer vor Gericht stellen lässt!
Persönlich war ich leider nicht über die Bauplatzbesetzung informiert. Aber ich kann Ihnen versichern: Hätten es die Umstände zugelassen, wäre ich ebenfalls auf das Gelände gegangen. Bei folgenden Aktionen gegen das geplante Kraftwerk in Hamburg-Moorburg werde ich mich mit Sicherheit aktiv beteiligen!
In Berlin-Klingenberg hat ihr Unternehmen gerade anerkannt, dass sich Energiepolitik nicht gegen den Willen der Menschen machen lässt – und setzt daher auf erneuerbare Energien. Das muss auch für Hamburg möglich sein!
Ich fordere Sie auf: Stoppen Sie die Strafverfolgung von Klimaschützern, stoppen Sie den Bau des Klima-Killers in Hamburg-Moorburg!
Mit klimafreundlichen Grüßen
Unterzeichnerin




